23. Erntekronen & - Kranzwettbewerb

23. Erntekronen- und Erntekranzwettbewerb – gelebte Tradition und viel Kreativität

Beim diesjährigen 23. Erntekronen- und Erntekranzwettbewerb konnten die Besucher wieder zahlreiche kunstvoll gebundene und mit viel Liebe zum Detail gestaltete Exponate bestaunen. Insgesamt 14 Wettbewerbsstücke gingen an den Start: sechs Erntekronen, fünf Erntekränze und drei Freestyle-Exponate.

Hinter jedem einzelnen Werk steckte viel Zeit, Mühe und handwerkliches Geschick. Das Binden einer Erntekrone oder eines Erntekranzes erfordert Geduld, ein gutes Gespür für Gestaltung und natürlich jede Menge Einsatz. Umso schöner war es zu sehen, mit wie viel Kreativität und Leidenschaft die Teilnehmer ihre Exponate gestaltet hatten.

Auch in diesem Jahr durften die Besucher selbst über ihre Favoriten abstimmen. Die Resonanz war groß: Über 300 Stimmen wurden abgegeben. Damit wurde deutlich, wie groß das Interesse an diesem Wettbewerb und an der Bewahrung dieser schönen Erntetradition ist.

Die Gewinner

Bei den Erntekronen konnte sich der erste Platz über eine besondere Auszeichnung freuen.
1. Platz: Kristin Forbriger & Julia Nonn                                                                                 
2. Platz: Lisette Teubert
3. Platz: Irfersgrüner Landfrauen

Auch bei den Erntekränzen gab es drei verdiente Platzierungen:
1. Platz: Simone Thümmler
2. Platz: Irfersgrüner Landfrauen
3. Platz: Nick Horn

In der Kategorie Freestyle überzeugte Juliane Fiedler und sicherte sich den 1. Platz.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gilt ein herzliches Dankeschön für ihre Mühe, ihre Kreativität und ihren Beitrag zum Erhalt dieser schönen Tradition. Denn ganz unabhängig von der Platzierung steckt in jedem Exponat viel Arbeit, Zeit und Herzblut.

Der 23. Erntekronen- und Erntekranzwettbewerb hat einmal mehr gezeigt: Tradition lebt davon, dass Menschen sie mit Kreativität und Engagement weitertragen. Die große Zahl der abgegebenen Stimmen zeigt zudem, dass die kunstvoll gestalteten Erntewerke auch bei den Besuchern auf großes Interesse und viel Anerkennung stoßen.

Wir gratulieren allen Gewinnerinnen und Gewinnern ganz herzlich und bedanken uns bei allen, die mit ihrem Exponat zum Gelingen des Wettbewerbs beigetragen haben!

Aktuelles

Neuer Vorstand


Am 15.06.2022 hielten wir unsere Jahreshauptversammlung ab, zu welcher folgender neuer Vorstand gewählt wurde:

 

hinten von links: Gisela Müller; Marion Dressel

vorn von links: Annkathrin Pürzel; Ines Teubert; Cornelia Hackel

Wie binde ich eine Erntekrone

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Ernte. In der kalten Jahreszeit mach ich mir bereits Gedanken, wGetreidepuppen trocknenie soll meine Krone aussehen und welche Getreidearten will ich verwenden. Ein paar Skizzen oder Bilder von anderen Kronen als Vorlage sind hilfreich.

Für das Gestell ist ein Schmied oder Metallbaubetrieb der richtige Ansprechpartner, zum Schweißen eines Gestells aus Stahlrohr. Das feste Material soll der Krone Halt verleihen und. Die minimal
4 Bögen werden auf ein kreisrundes Gestell aufgeschweißt. Das optimale Verhältnis der Bögen zum Kreis ist 3 zu 4. Es ist von Vorteil oben eine Aufhängung an zu bringen, um sie später auf zu hängen.

Bevor das Getreide auf den Feldern zu reifen beginnt, ist es ratsam sich vom Bauern eine Erlaubnis für den Schnitt der Ähren ab zu holen. Wenn dann der Reifeprozess beginnt Juni/Juli, sollte mit dem Schneiden begonnen werden. Der Zustand des Getreides, wie Stielstärke, Ährenlänge und Beschaffenheit sind natürlich sehr wetterabhängig. Den Anfang macht die Wintergerste, gefolgt vom Weizen, Korn, Sommergerste und zum Schluss der Hafer. Wobei zwischen diesen Stufen wenige Tage liegen. Schneiden kann man mit einer Schere, mit der Sense oder Sichel. Die Ähren sollten noch nicht krumm sein. Aus ca. 20 bis 40 Halmen, abhängig vom Feuchtegrad und der Stielstärke werden mit einer Schnur Bündel zum Trocknen über Kopf in einem trockenen Raum, aufgehängt. Unterschätzt wird oft die Menge an Getreide die für eine Krone notwendig ist.  Parallel dazu können aus dem heimischen Garten Rosen, Strohblumen oder Ähnliches für die Verzierung der Krone getrocknet werden. Nach 2 bis 3 Wochen wird das Getreide locker in Kartons gelegt und mit den Vorbereitungen für das eigentliche Binden, meist im August begonnen. Die Halme auf eine Länge von etwa 10 cm zuschneiden, Krone bereitstellen, Wickeldraht  und Schere bereit legen. Wickeldraht ist im gutsortierten Blumenladen erhältlich. Es ist auch möglich kleine Sträuße von 2 bis 3 Halmen mit einem dünnen Bindedraht vor zu bereiten. Einzeln angelegte Ähren wirken jedoch sehr filigran. Auch die getrockneten Blumen werden wahlweise mit Getreide zu kleinen Sträußen arrangiert.

Mit dem Binden wird am oberen Ende eines Bogens begonnen. Die Ähren müssen nach oben, dem Himmel entgegen gerichtet sein. Bei Rundungen der Bögen ist es gut, außen längere Halme als auf der Innenseite zu verwenden. Dichtes Binden lässt das Getreide besonders schön wirken. Arm für Arm wird so möglichst gleichmäßig nach unten gebunden. Unten am Kreis angekommen, lässt man den Wickeldraht hängen. Hinter einer Bogenstange werden dann die Ähren  auf dem unteren Kreis mit Hilfe des herabhängenden Drahtes festgebunden. Für den unteren Kreis eigenen sich besonders buschige Getreidearten wie Wintergerste und Hafer, die der Krone auch optisch einen festen Stand verleihen. Abschließend kann die Krone noch mit Bändern geschmückt werden.

Es klingt nach viel Arbeit, was es ohne Zweifel auch ist, birgt aber auch jede Menge Potential für Freude und Spaß, vor allem in einer Gemeinschaft mit Freundinnen, im Verein. Eine besonders schöne Gemeinschaft finden Sie bei den Landfrauen, die sie sicher in ihrer Nähe finden. Und übrigens, wer eine Krone gebunden hat, für den ist ein Kranz ein „Kinderspiel“.

Die Symbole der Erntekrone

Die Bügel – werden bei der Erntekrone als Himmelsbögen empfunden, die fest mit dem Erdenkranz verbunden sind.

Die aufgebunden Ähren – streben immer dem Himmel zu.

Die überreifen und schweren Früchte – neigen sich dem Boden entgegen als Zeichen des Dankes und der Ehrfurcht vor der Mutter Erde.

Die Krone und der Kranz – drücken den Dank für ein gutes Erntejahr an die himmlischen Mächte aus. Der Dank erhält den Wunsch und die Hoffnung auf eine reiche Ernte im kommenden Jahr. Krone und Kranz sollen auch das Hab und Gut vor bösen Geistern schützen.

Irfersgrüner Landfrauen rufen auf!

 

 

Die Natur hat sich herausgeputzt. Auf den Feldern rings um unser Dorf sind aus unscheinbaren Getreidesamen grüne Halme gewachsen. Durch den Einfluss von Regen, Wind und Sonne werden Wintergerste, Weizen, Roggen und Hafer bald reifen. Wir Landfrauen schneiden die Ähren und wollen im Sommer wieder Kränze und auch eine Krone binden. Wer Lust hat, kann uns auf die Finger schauen und es dann gern selbst einmal versuchen. Traut Euch!

 

Aufruf

zum 18. Wettbewerb

Schönste Erntekrone - Schönster Erntekranz im Vogtland 2021

 

Vereine, Verbände, Landwirtschaftsbetriebe, Einzelpersonen, Schulen, Kindergärten etc.,

welche diese Möglichkeit zur Pflege und Wiederbelebung des ländlichen Brauchtums und

der Tradition nutzen möchten, sind zur Anmeldung bis zum 10. August 2021 herzlich eingeladen.

 

Wenden Sie sich an

Landfrauen Irfersgrün e.V.

Ines Teubert 0174 7674446 oder Cornelia Hackel 0160 96054634

 

Die Präsentation und Bewertung der Erntekronen und Erntekränze ist 2021 in unserer Kirche in Irfersgrün möglich.

 

Freitag 10.09. ab 13 Uhr Annahme der Präsente

Freitag 10.09. um 15.30 Jurybewertung

Sonntag 12.09. um 15.00 Uhr Prämierung

 

Wir freuen uns auf Ihre/Eure Teilnahme!

 

Öffnungszeiten der Kirche für Besucher der Ausstellung

 

Freitag 17 bis 18 Uhr Publikumsbewertung möglich

Samstag 10 bis 18 Uhr Publikumsbewertung möglich

Sonntag  11 bis 17 Uhr  Publikumsbew. bis 13.30 Uhr

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